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Enerige & Management > Stromnetz - Baustart für „HeideHub“ in Schleswig-Holstein
Prominenter Besuch beim Baustart für einen der ersten Multiterminal-Hubs in Europa und den nördlichsten Konverter von Korridor B. Quelle: Tennet
STROMNETZ:
Baustart für „HeideHub“ in Schleswig-Holstein
Mit dem Spatenstich für den HeideHub startet der Bau eines der ersten europäischen „Multiterminal-Hubs“ zur besseren Verteilung von Windstrom aus Schleswig-Holstein.
 
In Wöhrden (Kreis Dithmarschen) haben Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Grüne) gemeinsam mit den Netzbetreibern 50 Hertz, Amprion, Tennet Germany und SH Netz den offiziellen Baustart für den sogenannten „HeideHub“ gegeben. Der Multiterminal-Hub soll künftig Offshore- und Onshore-Windstrom einspeisen, verteilen und über Korridor B bis in das Ruhrgebiet transportieren. 
 
Geplant sind drei Anlagenkomponenten: eine Gleichstromschaltanlage, ein Konverter sowie ein Umspannwerk. Diese verbinden die Offshore-Netzanbindungen „LanWin2“ und „LanWin3“, über die bis zu 4.000 MW Windstrom aus den Nordsee-Windparks kommen sollen, mit der Erdkabelverbindung „NordOstLink“ und der 380-kV-Freileitung Hochwöhrden–Pöschendorf. So soll der Hub − im Unterschied zu bisherigen Punkt-zu-Punkt-Gleichstromverbindungen − künftig mehrere Leitungen vernetzen und eine flexiblere Steuerung großer Strommengen ermöglichen. Ziel ist ein vermaschtes Gleichstromnetz, das die Systemstabilität erhöht und Netzengpässe reduziert. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2030 geplant.

„Flexibler, effizienter, leistungsstärker“

Der Nordostlink soll dann bis zu 2.000 MW Windstrom in den Raum Klein Rogahn in Mecklenburg-Vorpommern zur Anbindung an den Suedostlink transportieren, der diesen in den Süden bringt. Die weiteren 2.000 MW sollen direkt vor Ort genutzt werden, beispielsweise für Industrie und Elektrolyseparks. Der von Amprion auf dem Gelände zu errichtende Konverter soll darüber hinaus die verlustarme Weiterleitung des Windstroms über Korridor B nach Nordrhein-Westfalen ermöglichen. Die geplante Übertragungsleistung liegt bei bis zu 1.200 MW. 

„Dieses Projekt ist europaweit eines der ersten hochinnovativen Bauvorhaben der Energiewende“, sagte Ministerpräsident Günther anlässlich des Baustarts. Der künftige Knotenpunkt mache das Energiesystem flexibler, effizienter und leistungsstärker. „Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein für unser Ziel, erstes klimaneutrales Industrieland zu werden“ − wobei der eigentliche Spatenstich wegen des gefrorenen Bodens gar nicht erfolgen konnte. Die Beteiligten hielten stattdessen zeremoniell Schilder in die Höhe.
 

Katia Meyer-Tien
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